Internationaler Workshop „Connecting biodiversity and improving human livelihood beyond boundaries“

Art der Veranstaltung: Workshop der Humboldt-Universität zu Berlin

Ort und Zeit: Forschungsstation Linde, 11. – 14. September 2017

Veranstalter: Prof. Dr. Ulrich Zeller, Fachgebietsleiter „Spezielle Zoologie“, HU-Berlin

Über die Veranstaltung

Zwischen dem 11. und 14. September 2017 veranstaltete das Fachgebiet Spezielle Zoologie den zweiten internationalen Workshop im Rahmen des Projektes „Landnutzungskontraste und Randeffekte im ökosystemaren Vergleich“, das durch die Zwillenberg-Tietz Stiftung unterstützt wird. Das Thema dieser Veranstaltung lautete „Connecting biodiversity and improving human livelihood beyond boundaries – a global perspective“; der Veranstaltungsort war wieder die Forschungsstation Linde im Havelland.

Entgegen dem historischen Verständnis von Naturschutz im Sinne einer „Konservierung eines Zustandes“ unter weitgehender Vernachlässigung anthropogener Aspekte, zielen zeitgemäße Naturschutz- und Landnutzungsstrategien auch und zunehmend auf die Integration soziokultureller Gegebenheiten und regionalspezifischer Besonderheiten ab. Vor diesem Hintergrund ist das Konzept grenzüberschreitender Schutzgebiete (Trans Boundary Conservation Areas, TBCA) angesiedelt, das Landnutzungsszenarien und Naturschutzstrategien an biologischen und naturräumlichen Gegebenheiten ausrichtet und soziokulturelle Aspekte integriert, um auf diese Weise effektive Naturschutzgebiete auszuweisen, deren räumliche Dimensionen nationale Grenzen überschreiten und damit auch der Friedenssicherung dienen.

Ziel dieses Workshops war es, die globale Relevanz der Thematik grenzüberschreitende Schutzgebiete zu diskutieren und anhand von Fallbeispielen und Beiträgen aus Europa, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika zu unterstreichen. Dabei wurden verschiedene Formen von Grenzen berücksichtigt (z.B. Staatsgrenzen, geografische und kulturelle Grenzen). Im Rahmen dieses Workshops befassten wir uns mit vergleichenden Betrachtungen zur Geschichte, den zugrundeliegenden Konzepten sowie der räumlichen Verbreitung von grenzüberschreitenden Schutzgebieten. Eine aktive Beteiligung an unserer Veranstaltung erfolgte durch Vortragende aus Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Mosambik, Namibia, Polen, Russland, Südafrika sowie den USA.

Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Abstract-Band zu diesem Workshop.

Ein Bericht über unseren Workshop ist auch im Newsletter der IUCN Transboundary Conservation Specialist Group auf S. 7 erschienen.