Waldbauliche Kontrolle der Spätblühenden Traubenkirsche

Doktorandenprojekt über Möglichkeiten zur waldbaulichen Kontrolle der invasiven Art Spätblühende Traubenkirsche

Titel: Extensive Möglichkeiten einer waldbaulichen Kontrolle der nicht-heimischen Baumart Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina Ehrh.) durch den Voranbau heimischer Laubbaumarten (ExKon)

Art des Projekts: Doktorandenprojekt im Rahmen eines Promotionsstudiums in der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Georg-August Universität Göttingen

Autorin: M.Sc. Sarah Hasstedt (Betreuung: Prof. Dr. Christian Ammer & Dr. Peter Annighöfer)

Über das Projekt

Im Zentrum des Projektes „ExKon“ steht die Untersuchung und Bewertung waldbaulicher Möglichkeiten zur Eindämmung der aus Nordamerika stammenden, invasiven Baumart Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina Ehrh.) (SpTr), um die Integritätswahrung heimischer Lebensräume mit ihren Pflanzen- und Tierarten zu gewährleisten.

Im Untersuchungsgebiet werden auf den stiftungseigenen Flächen Stichprobenpunkte in einem Blockdesign angelegt. Dieses besteht aus Flächenpaaren (gezäunt, ungezäunt) auf denen der SpTr auf zwei unterschiedliche, mechanische Arten entgegengewirkt wird. Zudem finden Pflanzungen von Rotbuche (Fagus sylvatica L.) und Winterlinde (Tilia cordata Mill.) unter dem Schirm der SpTr statt. Nach Anlage der Plots wird das Wuchsverhalten der drei Baumarten auf den Flächen über vorerst zwei Vegetationsperioden erfasst und analysiert.

Im Fokus stehen dabei die Erkenntnisse zu funktionellen Wachstumsstrategien der zwei eingebrachten heimischen Baumarten (Buche und Linde) und der als Reaktion auf die Eindämmungsmaßnahmen vegetativ austreibenden SpTr. Die Ergebnisse werden es ermöglichen, vorteilhafte Bedingungen und Strategien für die Förderung der heimischen Baumarten gegenüber der SpTr zu identifizieren, die dann im Rahmen von Handlungsempfehlungen für die waldbauliche Praxis umgesetzt werden können.