Nahrungsökologie der Waldohreule

Titel:  Untersuchungen zur Nahrungsökologie der Waldohreule (Asio otus) während des Sommers

Art des Projekts: Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin

Autorin: Kathleen Thal

Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Zeller

Abgeschlossen: 2013

Über das Projekt

Gewoelle-Kathleen-Thal

Kleinsaeuger-Fallenreihe-Kathleen-Thal

Untersuchungen des Beutespektrums von Wintergesellschaften der Waldohreule wurden bereits zahlreich durchgeführt. Dagegen sind Analysen und Vergleiche der im Sommer vor und während der Brutzeit produzierten Gewölle eher selten. Ein Grund dafür ist vermutlich der größere Arbeitsaufwand, da zuerst die Niststandorte der Brutpaare und der Tageseinstand des Männchens gefunden werden müssen.

Das Beutespektrum der Waldohreule ist vergleichsweise monoton, die zu den Wühlmäusen gehörende Feldmaus dominiert die meisten analysierten Gewöllproben. Es gibt jedoch auch Studien, die ein anderes Bild zeigen. So konnte festgestellt werden, dass Waldohreulen bei Abwesenheit von Feldmäusen bzw. Wühlmäusen auf andere Beutetierarten ausweichen, die dann den wesentlichen Anteil der Nahrung ausmachen. Die Eulenart ist also gegebenenfalls flexibel in ihrer Beutewahl.

Im Rahmen dieser Arbeit untersuchte Kathleen Thal mit der Methode der Gewöllanalyse, ob Unterschiede im Nahrungsspektrum bei in verschieden strukturierten Habitaten jagenden Waldohreulen-Männchen feststellbar sind. Gleichzeitig sollte mit Hilfe von Lebendfallen das Kleinsäuger-Artenspektrum im jeweiligen Habitat bestimmt werden, um schließlich Schlussfolgerungen bezüglich der Nahrungsökologie der Waldohreule in den Sommermonaten ziehen zu können. Die Untersuchungsgebiete befanden sich im Havelland in der Nähe der Forschungsstation Linde.