Erfassung von Prädatoren mittels Kamerafallen

Titel: Vorkommen und Verhalten von Prädatoren in drei Schutzgebieten für Großtrappen (Otis tarda) in Brandenburg

Art des Projekts: Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin

Autorin: Krystina Parker

Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Zeller

Abgeschlossen: 2014

Über das Projekt

Die Großtrappe ist eine vom Aussterben bedrohte Art in Deutschland und wird international von der Europäischen Union geschützt. Einst war die Art in Brandenburg noch reichlich zu finden. Heute konzentrieren sich die Populationen nur noch auf drei besondere Schutzgebiete im Havelländischen Luch, den Belziger Landschaftswiesen und im Fiener Bruch.

Grosstrappe-Otis-tarda

Die wichtigste Zielsetzung dieses Projektes war es, das Vorkommen und Verhalten von Prädatoren der Großtrappe unter Verwendung von Kamerafallen in den drei von der EU ausgewiesenen Schutzgebieten in Brandenburg zu bestimmen und zu dokumentieren, da derzeit noch große Lücken in dem Wissen über diese räuberischen Arten, wie beispielsweise dem Marderhund (Nyctereutes procyonoides; untere Abbildung) und deren Wechselwirkungen mit Großtrappenpopulationen bestehen.

Die gemeinsamen Bemühungen der Humboldt-Universität zu Berlin, der Staatlichen Vogelschutzwarte Buckow / Nennhausen, dem Förderverein Großtrappenschutz e.V. und der Zwillenberg-Tietz Stiftung konzentrieren sich dabei auf die Analyse und Bewertung der bisher eingesetzten Schutz- und Management-Methoden, um Handlungsempfehlungen für einen effizienteren Artenschutz aussprechen und anschließend umsetzen zu können.