Erfassung von Fledermausquartieren

Titel: Erfassung von Fledermausquartieren in einem ausgesuchten Waldgebiet des Landschaftsschutzgebietes Westhavelland

Art des Projekts: Bachelorarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin

Autorin: Stefanie Blaue

Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Zeller

Abgeschlossen: 2014

Über das Projekt

Die Ansprüche der Fledermausarten an ihre Quartiere, im speziellen an Baumhöhlenquartiere, sind noch lange nicht für alle Arten ausreichend bekannt. Besonders in der Zeit der Jungenaufzucht ist ein geeignetes Quartier wichtig für die Gesamtfitness der Tiere. Aus der Frage nach der Quartierwahl durch Fledermäuse und der damit verbundenen Kriterien können so für verschiedene Arten eventuelle „Ansprüche“ an das Habitat für die Reproduktion abgeleitet und auf die Eignung bestimmter Habitattypen für Fledermausquartiere, insbesondere für Wochenstubenquartiere, geschlossen werden.

Da die verschiedenen Formen der Waldnutzung  nicht nur die Artenzusammensetzung und Jagdaktivität der Fledermäuse, sondern auch die Verfügbarkeit und damit zusätzlich die potenzielle Nutzung von Quartieren in einem Gebiet beeinflussen können, sollte dieser Aspekt im Rahmen der Bachelorarbeit näher untersucht werden. Potentielle Baumhöhlenquartiere (Abb.) wurden zunächst kartiert und die Nutzung der Fläche durch Fledermäuse als Lebens- und Jagdgebiet mit Netzfang überprüft. Mittels Detektor-Begehungen, Rufanalysen und Ausflugs-Sichtungen wurde eine Quartiernutzung überprüft und einzelne, gefangene Fledermäuse mittels Telemetrie zu den Quartieren verfolgt, um so die tatsächlich genutzten Baumhöhlen und Quartierwechsel sicher aufdecken zu könnrn.

Die Arbeit gliedert sich in das Dissertationsprojekt von Dipl.-Biol. Nicole Starik „Einfluss verschiedener Landnutzungsformen auf Fledermäuse in Brandenburg“ ein.