Einfluss von Land- und Forstwirtschaft auf Fledermäuse

Doktorandenprojekt über Fledermäuse im Havelländischen Luch

Titel: Einfluss verschiedener land- und forstwirtschaftlicher Maßnahmen auf die Aktivität und Diversität von Fledermäusen

Art des Projekts: Doktorandenprojekt im Rahmen eines Promotionsstudiums am Lehrstuhl für spezielle Zoologie der Humboldt-Universität zu Berlin

Autorin: Diplom-Biologin Nicole Starik (Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Zeller)

Abgeschlossen: 2016

Über das Projekt

Fledermäuse stellen hohe Anforderungen an die Qualität und strukturelle Diversität ihres Habitats und könnten sich deshalb sehr gut als Bioindikator eignen: Insektivore Arten besitzen als Prädatoren dämmerungs- und nachtaktiver Insekten ein hohes trophisches Level – sie stehen also relativ weit oben in der Nahrungskette – und können sehr empfindlich auf Änderungen derAgrarflaechen-um-Linde_T.Goettert Umweltbedingungen reagieren. In der heutigen Kulturlandschaft sind Fledermaus-Populationen zahlreichen Stressfaktoren ausgesetzt, die aber anscheinend unterschiedlich stark auf Offenland- und Waldarten wirken.

In diesem Projekt untersuchte und verglich die Diplom-Biologin Nicole Starik Aktivitäts- und Diversitätsmuster von Fledermäusen auf ausgewählten Flächen in Naturschutzgebieten und ihrer Umgebung. Ziel war es, die Auswirkungen von verschiedenen Landnutzungskonzepten auf das Vorkommen, die Aktivität, das Verhalten und die Populationsökologie der regionalen Fledermausfauna einzuschätzen. Dabei untersuchte die Doktorandin sowohl forstwirtschaftliche Nutzungen – in puncto Waldstruktur und Altersstufen – als auch landwirtschaftliche (Standort und Anbauprodukte).

Diese Untersuchungen, die auf modernen bioakustischen Erfassungsmethoden basierten, führte die Doktorandin hauptsächlich im südlichen Teil des Naturparks Westhavelland durch.